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Fructoseintoleranz – Symptome, Ernährung & Behandlung
Fructoseintoleranz – Symptome, Ernährung & Behandlung

Wer unter Fructoseintoleranz leidet, hat meist viele Monate oder sogar Jahre hinter sich, die nötig waren, um die Erkrankung überhaupt zu erkennen. Aber darf bei Fructoseintoleranz tatsächlich kein Obst gegessen werden? Und welche Möglichkeit der Behandlung gibt es? Im nachfolgenden Artikel gebe ich dir die wichtigsten Informationen zu Symptomen, Test, welches Obst sowie die Behandlung bei Fructoseintoleranz kompakt an die Hand.

So erkennt man die Unverträglichkeit gegen Fructose

Wer nach dem Verzehr von Mango, Äpfeln, Birnen oder Marmelade häufig unter Bauchkrämpfen, Blähungen und Durchfall leidet, ist vermutlich von einer Fructoseintoleranz betroffen. Die Betroffenen leiden unmittelbar nach dem Verzehr zahlreicher Obstsorten (und auch Kompotten) unter Darmbeschwerden, die bis hin zum Erbrechen führen können.

Fructoseintoleranz Test beim Allergologen

Wer befürchtet, intolerant gegenüber Fructose zu sein, kann dies bei einem Allergologen leicht testen lassen. Inzwischen gibt es Atemtests, die aufzeigen, ob eine Fructoseintoleranz vorliegt oder eben nicht.

Hierfür muss der Patient zunächst eine Fructoselösung trinken. Über einen Zeitraum von rund 2 bis 3 Stunden und im Abstand von jeweils 15 Minuten, muss nun in geringen Abständen in ein Gerät gepustet werden, das die Werte in der Atemluft misst. Nach dem Test lässt sich oft ziemlich sicher sagen, ob die zu erwartete Erkrankung vorliegt.

Was passiert bei der Fructoseintoleranz im Körper?

Problematisch ist nicht etwa die Menge an Vitaminen, sondern lediglich der enthaltene Fruchtzucker im Obst. Er kann vom Körper nicht absorbiert werden und reagiert vor allem bei größeren Mengen mit unangenehmen Symptomen.

Die gute Nachricht ist allerdings, dass die meisten Betroffenen deshalb nicht komplett auf Fructose verzichten müssen und trotzdem Obst verzehren können. Das kann funktionieren, wenn die Menge und das Obst mit Bedacht ausgewählt werden.

Hier kommt es auf die Menge an. Der Körper kann eine bestimmte, kleine Menge an Obst oft noch gut im Darm aufnehmen und die Beschwerden entstehen erst bei einer größeren Menge aufgenommener Fructose. Die Grenze zu erkennen, bis zu welcher die Verträglichkeit noch vorliegt, ist größtenteils ein jahrelanger Prozess der Betroffenen.

Welches Obst ist gut verträglich bei Fructoseintoleranz?

Folgende Obstsorten haben wenig Fructose und können in Maßen verzehrt werden, ohne Symptome wie Durchfall oder Blähungen befürchten zu müssen:

  • Himbeeren
  • Brombeeren
  • Erdbeeren
  • Orangen
  • Mandarinen
  • Pflaumen
  • Zitronen

Das genannte Obst enthält weniger als 5 Gramm Fructose pro 100 Gramm – also gerade einmal 5 Prozent. Auch, wenn das bedeutet, dass das Obst gut verträglich ist – trotz Intoleranz – so muss abgewogen werden, welche Menge der eigene Körper gut abbauen kann. 2 Kilogramm Erdbeeren jedenfalls können schon bei „gesunden“ Menschen zu Problemen führen. In einem Obstsalat oder als kleiner Snack nebenbei dürften hier kaum Beschwerden auftreten.

Anders sieht es aus bei den nachfolgenden Obstsorten. Sie bestehen zum Teil aus bis zu 50 % Fruchtzucker.

  • getrocknetes Obst (Rosinen, Pflaumen, Pfirsiche)
  • Äpfel
  • Birnen
  • Trauben

Lässt sich Fructoseintoleranz behandeln?

Behandeln kann man sie nur insofern, als dem Körper die Aufnahme der Fructose erleichtert wird und weniger oder keine Symptome auftreten.

Daher ist es wichtig zu wissen: Heilbar ist die Erkrankung allerdings nicht.

Es gibt viele Betroffene, die vor dem Verzehr von Fructose auf entsprechende Tabletten zurückgreifen, die sie vor anschließenden Blähungen und Durchfall schützt. Gängige Kapseln, die von Anwendern zur Verhütung beziehungsweise Linderung von Verdauungsbeschwerden, die durch Fructose-Malabsorption ausgelöst werden, sind zum Beispiel Fructaid und Fructosin.

Viele Patienten berichten über positive Erfahrungen, verwenden die Medikamente allerdings unregelmäßig und nicht täglich.

Diese Möglichkeit erhöht die Lebensqualität der Betroffenen um ein Vielfaches. Denn so ist es möglich, auch mal nicht zwingend auf den Fructosegehalt bei Lebensmitteln zu achten und unbeschwert essen zu können. Gerade im Urlaub oder bei Feiern, ist es eine enorme Erleichterung, dass es Möglichkeiten der Linderung der Beschwerden gibt. Unterbewusst verzichten viele Betroffene im Alltag automatisch auf die Obstsorten, die viel Fructose enthalten und haben sich an diese Achtsamkeit beim Verzehr gewöhnt.

Hey, ich bin José. Ich berichte seit Anfang April 2014 über das Thema Abnehmen, Gesundheit, Sport/Fitness und Ernährung. Auf der Seite "About" findest du weitere Informationen über meinem Blog Abnehmen 3.0 sowie über mich.

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